Sensibilisierungskampagne


KONSUMGUT HUND


- ANGESCHAFFT

- ABGESCHAFFT

- AUSGESETZT 

- UMGETAUSCHT 

- ERSETZT

- ERMORDET...


Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, dass man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. 

Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt!

- Théophile Gautier -


Kampagne Welpen-/Hundehandel auf Gratis-Internetplattformen (2015)

Der Handel mit Billigwelpen aus dem Kofferraum boomt. Hundehändler nutzen oft unkontrollierte Gratis-Internetplattformen für die Verscherbelung von vermeintlich sozialisierten und gesunden Hunden und dies zu Schleuderpreisen. 

Oft stammen diese Hunde von schäbigen Farmen, wo sie in kleinen Käfigen, mit dem einzigen Streben nach Profit, vermehrt werden. 

 

Ergebnisse so eines unüberlegten Kaufes sind, dass:

 

  • Hunde in Kantone mit Rasseliste oder gar Rasseverbot verkauft werden und somit in der Euthanasie oder Tierschutz landen
  • Die Hunde krank sind
  • Die Hunde gar aus Tollwutrisikoländer stammen und deren Euthanasie droht
  • Die Hunde nicht genügend sozialisiert und geprägt sind
  • Die Rassenzugehörigkeiten der Hunde verfälscht werden
  • Die Impfausweise ungültig sind und somit Seuchenrisiko besteht
  • Die Hunde bei hundeunerfahrenen Halter landen
  • und noch vieles mehr 

 

Nicht nur Listenhunde sondern auch ungelistete Rassen sind die Opfer solcher skrupelloser Hundehändler. Die neuste Statistik der Datenbank ANIS zeigt, dass bereits 50% der Hunde aus dem Ausland stammen.

 

Leider kontrollieren gewisse Anbieter von Gratis-Internetplattformen die Inserate nicht auf deren Seriosität. Nur vereinzelte Tierportale haben auf die Problematik reagiert und veröffentlichen Hundeinserate von Hunden unter 6 Monaten gar nicht mehr.

 

Wir empfehlen:

  • sich über die Eigenheiten der Rassen bewusst zu sein und sich bei erfahrenen Hundehaltern vorgängig zu informieren (Lesen sie dazu: "Ein Hund kommt ins Haus" unter der Rubrik "Hundeführerschule")
  • sich über die geltenden Gesetze zu informieren
  • sich bewusst zu sein, dass sich in einem Hundeleben auch die persönlichen Verhältnisse ändern können und der Hund auch dann Platz haben sollte
  • bei seriösen Tierschutzorganisationen/Tierheimen einen Hund zu adoptieren (eingehendes Kennenlernen des Hundes über mehrere Treffen) oder
  • bei einem seriösen Züchter (Begleitung Heranwachsen des Hundes und der Elterntiere/ Aufzuchtverhältnisse) Anfrage von seriösen Zuchtstätten beim American Staffordshire Terrier Club (www.amstaff.ch) 
  • Referenzen bei der Vermittlungsstelle anzufragen
  • bei der Suche nach dem geeigneten Hund keine unkontrollierten Plattformen besuchen
  • vom Vermieter eine Einverständniserklärung zur Haltung eines (Listen-)Hundes einzuholen 
  • sich im Vornherein eine kompetente Hundeschule oder Beschäftigungsprogramm für den Hund zu suchen
  • und vieles mehr... 
  • Wir stehen bei Fragen gerne zur Verfügung. 

 

Aufklärungs-Kampagne ***WELPENHANDEL ÜBER GRATIS-INTERNETPLATTFORMEN***

von www.dog-shooting.ch und Pit Dogs Nothilfe

Gestaltung: purpur-mediengestaltung.ch



Rottweiler Nero - ein Vorfall bewegt die Gemüter (2015)

Beissvorfall 28.12.2014 in Altstätten (SG) – Rottweiler Rüde


Wir wurden von Frau Edith Zellweger bezüglich einer potentiellen Übernahme des Rottweilers, welcher in den Beissvorfall vom 27.12.14 in Altstätten (SG) verwickelt war, angefragt.

Wir unterbreiteten dem Vetamt nachfolgenden Lösungsvorschlag bezüglich des genannten Hundes. Eine Übernahme des Hundes durch den Verein Pit Dogs Nothilfe würde erfolgen, nachdem wir eine eigene professionelle Einschätzung über das Gefährdungspotentials des Hundes von einem durch uns beauftragten Kynologen erhalten haben. Unabhängig vom Ergebnis des Wesenstests, welcher durch die Behörde durchgeführt würde, schlagen wir folgendes Vorgehen vor:

 

- Übergabe des Rottweilers an den Verein Pit Dogs Nothilfe

- Wesensabklärung in der Hundeführerschule Oberthaler durch Verein Pit Dogs Nothilfe

- Abschliessende Beurteilung durch uns ob der Hund vermittelbar ist

- Intensives Training und Betreuung

 

Dass intensives Training zum Erfolg führen kann, wurde in ähnlichen Fällen bereits festgestellt. Beispielhaft ist der Fall der Pitbull-Hündin Raja, welche sich durch monatelange Betreuung und intensivem Training durch uns in Zusammenarbeit mit Andy Oberthaler zu einer wesensstabilen Hündin entwickeln konnte und zu guter Letzt erfolgreich platziert wurde.


Wir würden es begrüssen, wenn auch diesem Hund die Möglichkeit auf ein Weiterleben und eine Vermittlung an einen geeigneten Besitzer geboten würde. Wir sind überzeugt, dass durch ein intensives Training in einem stabilen Umfeld bei diesem Hund die erforderliche Entwicklung insbesondere bezüglich Wesensstabilität, Konfliktverhalten und Abrufen von Ressourcen (in Belastungssituationen) erreicht werden kann. Es sollte diesem Hund, der laut Angaben von Dritten mutmasslich aus einer zweifelhaften Haltung/Kettenhaltung stammt, die Chance geboten werden, Strukturen zu erhalten, Alternativverhalten zu lernen sowie Ressourcen aufzubauen, um erwünschtes Verhalten in verschiedenen Alltagssituationen sowie die Erhöhung der Reizschwelle in Konflikt-/Belastungsmomenten herbeizuführen.

Wir baten darum, einer Euthanasie vorläufig abzusehen, respektive uns den Hund zwecks Durchführung des oben erwähnten Vorgehens zu übergeben. Wir sind der Überzeugung, dass dieser Rottweiler in Anbetracht des stattgefundenen Vorfalls in fachkundige Hände gehört, aber dort auch eine Veränderung in eine gesellschaftstaugliche Richtung möglich ist.


VEREIN PIT DOGS NOTHILFE 

Ausbildung statt Liste - in Zusammenarbeit mit Hunde(führer)schule Oberthaler (2014)



Auklärungs-Kampagnen mit Nicole Hollenstein www.nicole-hollenstein.ch (2013 - 2014)